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Management Trainee Programm "Step forward!" Logistics

Bereits 2016 hat Niko sein Trainee-Programm abgeschlossen und ist heute Geschäftsführer bei der Rhenus Air & Ocean in Wien. Im Gespräch tauscht er sich mit Julia, die aktuell in ihrer vierten Station des Trainee-Programms ist, über den Ablauf, die Chancen und Möglichkeiten des Programms aus.

Julia, wann hast du das Trainee-Programm begonnen und welchen Abschluss hast du mitgebracht?

Julia: Im Oktober 2017 begann mein Trainee-Programm, demnach bin ich bereits seit mehr als 1 ½ Jahren dabei.
Mein Bachelorstudium habe ich in Management and Economics an der Ruhr- Universität in Bochum abgeschlossen und einen Master in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Operations Research and Management an der RWTH Aachen angeschlossen.

Wie ist dein Trainee-Programm bisher verlaufen?

Julia: Die erste Station durfte ich in Gießen im Bereich der Warehousing absolvieren. Dort unterstützte ich das Projektmanagement-Team. In einem großen Projekt hatte ich erstmals die Möglichkeit Verantwortung zu übernehmen. Thema des Projektes war die Soll-Ist-Analyse zweier Kernprozesse in der Kommissionierung. Die einzelnen Schritte bezogen sich auf die Bestandsaufnahme der Prozesse und deren Analyse, sowie die Entwicklung von Lösungsansätzen.

Jede Traineestation dauert sechs Monate. So wechselte ich turnusgemäß zu meiner zweiten Station von Gießen zum Cuxport. Dort steht die Hafenlogistik im Fokus. Dies war für mich eine neue Herausforderung, der ich mit Spannung entgegengeblickte. Das anstehende Projekt bei der Cuxport war die „Einführung eines Terminal-Management-Systems“. Neben der Analyse von Terminalprozessen und der Dokumentation der entsprechenden Softwareanforderungen zählten auch Software-Tests, sowie Teile des Depotmanagements zu meinen Aufgaben.

Im Anschluss befand ich mich bis März 2019 in meiner Auslandsstation in Wien. Das Traineeprogramm bietet die Möglichkeit ins Ausland zu gehen, um die dortige Kultur besser kennenzulernen und sich persönlich weiterzuentwickeln. In Wien war ich Teil der Rhenus Air and Ocean. Nach den vorherigen Stationen, mit klar definierten Projekten, arbeitete ich hier an verschiedenen kleineren Projekten mit und bekam Einblicke in das Tagesgeschäft einer Niederlassung. Meine Aufgaben waren beispielsweise die Aufbereitung zum Thema Datenschutz und das Mitwirken bei der Bearbeitung von Tendern.

Zurzeit bin ich ein Teil des RHAIZEN-Teams der Rhenus Warehousing Europe. Mein nächstes Projekt bezieht sich auf den Rollout einer Innovation an verschiedenen europäischen Standorten.
 

Niko, wie ist dein Trainee-Programm verlaufen und wie ging es danach für dich weiter?

Niko: Gestartet bin ich bei der Rhenus im Mai 2014 als Trainee und bin inzwischen Geschäftsführer im Bereich Rhenus Air & Ocean. An den Standorten Wien und Graz wickeln wir alle See- und Luftfrachtanfragen unserer Kunden aus Österreich, Ungarn und der Slowakei ab, wobei auch vereinzelt Bahncontaineraufträge aus China kommen.

Für mich begann das Traineeprogramm in Moers im Bereich Public Transport bei der NIAG, die die Kohleversorgung für die Kraftwerke der Region organisiert. Zudem ging es darum, Mengenströme und Personalpläne zu optimieren.

Die zweite Station legte ich in Hilden bei der Freight Logistic ab. Dort lagen meine Aufgaben speziell in der Konzeptionierung von Neukundenkonzepten und der Preisgestaltung bei Ausschreibungen für die Projektabteilung der Road.

In der dritten Station zog es mich ins Ausland zur Rhenus Air & Ocean nach Porto, Portugal. Die Möglichkeit sowohl eine neue Sprache als auch ein neues Themengebiet zeitgleich kennenzulernen stellte eine besonders spannende Herausforderung dar. Das Team in Portugal hatte bisher keinen Trainee und war umso freundlicher und interessierter an meiner Person. Zudem konnte ich die Strukturen und Werte der Rhenus in einem anderen Land bekannter machen, eine klassische win-win Situation. Der Tätigkeitsbereich lag vorwiegend im operativen Tagesgeschäft.

Zu guter Letzt habe ich in Dortmund die Contract Logistic im Bereich Prozessstrukturen und dem KPI Monitoring unterstützen dürfen - allerdings nur für 4 Monate, da meine Anschlussposition bereits im März 2016 startete.

Was zeichnet das Trainee-Programm für euch aus aus?

Niko: Unser Programm war damals übersichtlicher, dafür ist es nun flexibler. Es gab nur zwei Startzeitpunkte und ein Programm. Das positive heute wie damals ist, dass das Programm im Vorhinein nicht durchgeplant ist, sondern jeder selbst Einfluss nehmen kann. Das bewerte ich auch im Nachhinein als den wesentlichen USP im Vergleich zu den Programmen des Wettbewerbs.

Julia, siehst du das genauso? Oder hat sich daran etwas in den letzten Jahren verändert?

Julia: Zu Beginn meines Trainee-Programms war es ähnlich wie bei Niko. Startzeitpunkt war jeweils der April oder Oktober eines Jahres. Seit kurzer Zeit ist dies anders und das Trainee-Programm kann flexibler gestartet werden und nicht nur zu zwei Start Terminen , wodurch es flexibler geworden ist. Ansonsten hat der Aufbau der Programme sich nicht grundlegend verändert.

 

Gibt es eine Station während eures Programmes, die ihr besonders hervorheben möchtet?

Julia: Für mich bietet das Trainee-Programm die Möglichkeit innerhalb von zwei Jahren viele verschiedene Bereiche kennen zu lernen. In der Warehousing hatte ich zuvor bereits Erfahrungen gesammelt, Geschäftsfelder wie die Port Logistics und Air and Ocean waren für mich neu. Die Möglichkeit der persönlichen Weiterentwicklung besteht zu dem darin, sich alle sechs Monate beruflich und persönlich neu zu orientieren.
Die Frage, welche Station ich besonders interessant fand, ist nicht genau zu beantworten. Alle drei Stationen haben etwas komplett Unterschiedliches geboten, wodurch eine Vergleichbarkeit oder Bewertung für mich nicht möglich ist. Ich konnte einen Mehrwert aus jeder der Stationen ziehen.

Niko: Aus meinem Programm möchte ich ebenfalls keine Station herausheben, da alle ihre Reize hatten. Zudem macht man selbst einen enormen Prozess durch. Ich war in der eigenen Entwicklung in Station eins noch an einem ganz anderen Punkt als zum Ende des Programms. Portugal im Sommer hatte allerdings schon einige Vorteile.

Julia: Direkte Parallelen zwischen unseren Stationen gibt es nicht. In meiner Station in Wien habe ich das große Glück einen Einblick in die Tätigkeiten eines Geschäftsführers zu bekommen. Ich sitze zusammen mit Niko in einem Büro und bekomme somit seine täglichen Aufgabenbereiche mit. Dies ermöglicht mir einen noch weitreichenden Einblick in seinen Arbeitsalltag. So habe ich die Möglichkeit auch aus seinen Erfahrungen einen großen Nutzen ziehen zu können.

Welche Betreuung durftet ihr während des gesamten Trainee-Prgrammes erfahren?

Niko: Uns wurde damals von Beginn an ein Mentor zur Seite gestellt. In meinem Fall war es ein Geschäftsführer der Port Logistics. Wir hatten ein sehr offenes und konstruktives Verhältnis und ich bin ihm noch heute für diesen Umgang sehr dankbar.

Das Buddy Programm wurde während meiner Traineezeit etabliert. Ein schöner Ansatz um die Erfahrungen der „älteren“ Trainees zu nutzen, mit den neueren Trainees zu teilen und idealerweise den einen oder anderen Tipp auf den Weg zu geben. Ich hatte stets ein offenes Ohr und regelmäßigen Kontakt zu meinen beiden Buddies.

Julia: Auch bei uns gibt es weiterhin Mentoren. Ich hatte das große Glück, dass meine erste Chefin in Gießen, Regionalleiterin Mitte bei der Warehousing Solutions Deutschland, auch meine Mentorin wurde. Für mich war es super, da ich somit von Beginn an das Gefühl hatte mit meinen Anliegen jederzeit auf Sie zugehen zu können. Auch nach meiner Zeit in Gießen stehen wir im ständigen Kontakt. Dabei sprechen wir zum einen über meine aktuelle Station, zusätzlich bekomme ich Einblicke in ihre Alltagsaufgaben und -herausforderungen, was mich persönlich sehr weiterbringt. Ein Buddy Programm haben wir hingegen nicht mehr.

Gibt es neben den abwechslungsreichen Stationen die durchlaufen werden weitere Inhalte die das Trainee-Programm auszeichnen?

Julia: Am ersten Tag unseres Trainee-Programmes sind alle neuen Trainees in Holzwickede zusammengekommen, um einander kennenzulernen. Dabei wurden wir über allgemeine organisatorische Angelegenheiten, wie beispielsweise Reisekosten, Urlaubsplanung etc. informiert. Durch die Kick-Off-Veranstaltung und dem nachfolgenden Training sind wir als Gruppe eng zusammengewachsen.

Insgesamt haben wir jedes halbe Jahr ein Trainee-Training. Dabei werden Themen wie zum Beispiel Self Awareness und Relationship Skills behandelt, sowie ein Planspiel zu kaufmännischen Themen durchgeführt. Neben dem Kick-Off-Event und den Trainings gibt es ein jährliches Jahresevent der Trainees, bei denen alle Trainees zusammenkommen. So kann man sich über die verschiedenen Stationen und Erfahrungen austauschen. Letztes Jahr fand das Event im Sauerland statt. Dort haben wir uns zu zwei lehrreichen und intensiven Tagen getroffen.

Niko: Wir hatten eine zweitägige Kick-off Veranstaltung, die einen angenehmen Mix aus beruflichem Austausch und persönlichem Kennenlernen darstellte. Innerhalb unseres „Jahrgangs“ hatten wir einen sehr guten Kontakt, allerdings war es damals noch etwas übersichtlicher, da wir alle zum gleichen Zeitpunkt starteten und folglich immer mit den gleichen Rahmenbedingungen zu kämpfen hatten (neue Positionssuche, Wohnungssuche, Übergang in die feste Position etc).

Julia: Ich stehe im ständigen Austausch mit den anderen Trainees. Dies liegt unter anderem daran, da ich, zusammen mit zwei weiteren Trainees, für unseren Trainee-Newsletter verantwortlich bin. Hierbei informieren wir uns immer wieder bei den Trainees, ob Sie über Ihre Zeit im Ausland oder über ein spannendes Projekt berichten möchten. Durch den Newsletter erhält man somit auch weitere Informationen von den anderen Trainees, ohne direkt Kontakt aufzunehmen.

Mit welcher Anschlussposition ging es nach dem Trainee- Programm für dich weiter Niko?

Niko: Ich bin im April 2016 in der Position als Assistant to CEO Air & Ocean Europe gestartet. Eine extrem spannende Herausforderung mit hoher Reisetätigkeit. Es war meine Wunschposition und ich bin bis heute sehr glücklich, diesen Weg gegangen zu sein.

Gibt es etwas was du Julia mit auf den Weg geben möchtest?

Niko: Julia kann ich nur mitgeben, nicht ausschließlich den vermeintlich geebneten Weg zu gehen, sondern die Augen und Ohren offen zu lassen und die Chancen zu nutzen, die die Rhenus bietet.

Julia: Natürlich habe ich bereits Vorstellungen und auch Präferenzen bzgl. meiner Einstiegsposition nach dem Trainee-Programm. Wie Niko aber bereits gesagt hat, ist es weiterhin wichtig die Chancen, die sich bieten, zu nutzen.

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