Unsere Standorte

Hier finden Sie unsere zahlreichen Standorte rundum Rhenus. Sie können zwischen Ländern, den dazu gehörigen Standorten, Geschäftsbereichen, sowie Standorten in Ihrer Nähe wählen.

FAQ

Was ist die IMO 2020?

Die International Maritime Organization (IMO) verabschiedet eine neue Verordnung zur Reduzierung der Emissionen an Schwefeloxid in internationalen Gewässern. Ab dem 1. Januar 2020 müssen die Schwefelemissionen aller Schiffe um 85 % reduziert und schwefelarmer Treibstoff verwendet werden.

Der maximal zulässige Schwefelgehalt in von Schiffen genutzten Treibstoffen wird von 3,5 % auf 0,5 % gesenkt. In Environmental Control Areas (ECA) ist dieser zulässige Gehalt bereits jetzt auf 0,1 % begrenzt.

Was ist die Low Sulphur Surcharge (LSS)? Ist sie auf spezifische Branchen beschränkt?

Die Low Sulphur Surcharge (LSS) ist eine Verordnung der IMO zur Senkung der Schwefelemissionen auf allen Schiffen in ECA-Bereichen (Schwefelgehalt in Treibstoffen 0,1 %).

Allerdings gilt die LSS-Verordnung nur für spezifische Routen: Nordwesteuropa /New York, Nordwesteuropa /Savannah, Nordwesteuropa /Ostküste (Kanada), Ostsee/Savannah, Ostsee/New York, Ostsee/Ostküste (Kanada), China/Nordwesteuropa, China/Ostsee, China/Westküste (US) und China/Ostküste (US).

Wie können Schiffseigner eine Einhaltung der IMO 2020 gewährleisten?

Schiffseigner haben drei Möglichkeiten zur Einhaltung der IMO 2020:

1. Installation von Abgasreinigungsanlagen (Scrubber)

Ein Scrubber ist eine Technologie zur Reduzierung von Schwefelemissionen durch Filterung von schwefelhaltigen Treibstoffen. Durch die Installation einer derartigen Technologie können Schiffe weiterhin Treibstoffe mit hohem Schwefelgehalt nutzen und dennoch die Verordnung einhalten. Die Installation von Scrubbern dauert lange und verursacht hohe Kosten, was diese Option für viele Marktakteure sehr unattraktiv macht.

2. Umstellung auf nicht-mineralölbasierte Treibstoffe

Einige Unternehmen ziehen flüssiges Erdgas als eine Alternative für schwefelhaltige Treibstoffe in Betracht. Allerdings bietet die Versorgungskette für Erdgas bisher noch keine ausreichende Zuverlässigkeit, um die Nachfrage nach flüssigem Erdgas zu erfüllen, und ein Nachrüsten von Schiffen ist sehr teuer.

3. Umstellung auf Treibstoffe mit sehr niedrigem Schwefelgehalt (VLSFO) oder Marine Gasoil (MGO)

Eine Umstellung auf diese Alternativen könnte die beste Wahl sein. Dies ist die einfachste und logischste Option. Nichtsdestotrotz stellen diese Alternativen für die Branche eine Neuheit dar und die Lieferkette ist noch nicht ausgereift. Die Nutzung dieser Alternativen ist noch mit zahlreichen unbekannten Faktoren wie Kosten, Verfügbarkeit und Anforderungen der Motoren verbunden.

Wer kontrolliert die Einführung der IMO 2020?

Die Kontrolle der Schwefelemissionen liegt in der Verantwortung der Hafenbehörden der einzelnen Staaten. Eine Prüfung der Logbücher erfolgt mit Hilfe von Sniffer-Geräten und Drohnen durch die Behörden.

Was sind der Einfluss und die möglichen Risiken der IMO 2020? Wie wird eine Einhaltung der neuen Verordnungen durch Reedereien gewährleistet?

Die Auswirkungen der IMO 2020 sind noch nicht einschätzbar. Es gibt viele Spekulationen über den Einfluss auf Preise und die Verfügbarkeit von Erdölprodukten. Auch andere Faktoren können einen Einfluss auf diese Prognosen haben. Diese schließen geopolitische Ereignisse (wie Sanktionen und Kriege), die Positionierung und Handlungen der OPEC (Organization of Petroleum Exporting Countries) sowie Preisschwankungen und die weltweite Nachfrage nach Öl mit ein.

Einschätzungen zufolge wird die Einführung der IMO 2020 zur Nutzung alternativer Treibstoffe (VLSFO/MGO) durch die meisten Reedereien zur Erfüllung rechtlicher Anforderungen führen. Ca. 10 % sehen eine Installation von Abgasreinigungsanlagen (Scrubber) vor und eine geringe Anzahl an Reedereien plant eine Nutzung von Technologien für flüssiges Erdgas, die sich aber noch in einer frühen Entwicklungsphase befinden.

Kostenauswirkungen

Was sind die Auswirkungen für Frachtkosten und den Güterverkehr?

Es wird ein Anstieg der allgemeinen Preise für den Transport von Containern und der Frachtkosten erwartet. Dieser Anstieg beginnt Ende 2019, da die Anfang 2020 vorgesehenen Änderungen bereits dann durch die Märkte antizipiert werden.

Die meisten der langfristigen Abkommen für Container werden eine vertragliche Preisanpassung vorsehen. Diese Maßnahme zur Anpassung an Schwankungen und die Reduzierung der Risiken für Reedereien ist der Bunker Adjustment Factor (BAF).

Wann und wie werden die zusätzlichen Kosten zur Einhaltung der IMO 2020 erhoben?

Die Kosten werden im vierten Quartal des Jahres erhoben, in dem der sauberere Treibstoff genutzt  werden kann. Die höheren Kosten entsprechen dann den Treibstoffen im Einklang mit der IMO 2020.

Werden neben dem Bunker Adjustment Factor (BAF) weitere Gebühren erhoben?

Neben höheren Treibstoffpreisen zur Abdeckung der zur Einhaltung der IMO 2020 erforderlichen Kosten werden keine weiteren Gebühren erhoben.

Unterstützung durch Rhenus

Was ist der Standpunkt von Rhenus gegenüber der IMO 2020?

Umweltschutz hat für Rhenus sehr große Bedeutung. Als ein führendes Unternehmen im Bereich Globalisierung unterstützt Rhenus Initiativen zur Steigerung der Nachhaltigkeit in der Transportindustrie. Die IMO 2020 wird durch Rhenus unterstützt: Die Verordnung leistet einen großen Beitrag zur Reduzierung der Kohlenstoffemissionen im Güterverkehr.

Weitere Informationen

Rhenus Ocean IMO2020 Teaser

Für weitere Informationen kontaktieren Sie bitte info-freightlogistics@de.rhenus.com

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